Neuentwicklung der Plattform – aus dem Amtsblattportal wird ePublikation
Mit der neuen Plattform ergeben sich organisatorische und funktionale Veränderungen. Her-ausgeber erhalten mehr Verantwortung, Kontrolle und Möglichkeiten. Sie können ihre Amts-blätter künftig selbst aufsetzen und konfigurieren. Neben Kantonen werden neu auch Gemein-den und Städte eigene Amtsblätter auf der Plattform betreiben können.
Die bisherige Plattform «Amtsblattportal» wird durch die gesamtschweizerische Plattform «ePublikation» abgelöst. Sie bildet den einzigen Kanal für die Erfassung und Veröffentlichung von Meldungen. Der Zugriff auf öffentliche und nicht öffentliche Inhalte wird über Rollen und Berechtigungen gesteuert. Amtsblätter sind Teil der Plattform und können als Filter mit eigenem Auftritt abgerufen werden.
Nur noch eine Plattform
- Das «Amtsblattportal» und die einzelnen Amtsblätter verschmelzen zur Plattform «ePublikation». Der Begriff «Amtsblattportal» wird nicht mehr verwendet.
- Es wird durch Filter und Berechtigungen gesteuert, welche öffentlichen und nicht öffentlichen Meldungen auf der Plattform angezeigt werden.
- Amtsblätter haben weiterhin einen Auftritt mit einem eigenen Header und eigener Farbe. Dieser Auftritt kann mit einer direkten URL abgerufen.
Änderungen für Konsumenten
- Meldungen können in verschiedenen Filtern über alle Amtsblätter übergreifend gefunden werden.
- Alle Meldungen sind nach einer einheitlichen Grundstruktur aufgebaut (Meldungsstandard) und können über eine neue REST-Schnittstelle angeliefert und bezogen werden.
- Alle Filter können als URL abgerufen (und somit verlinkt oder geteilt) werden.
- Abonnemente und Merklisten können ohne Benutzerprofil angelegt werden.
- Abonnenten müssen ihre bisherigen Abonnemente neu einrichten.
- Meldungen können weiterhin in verschiedenen Formaten bezogen werden.
- Für den Support und das Wissensmanagement (inkl. FAQ) wird eine Standardsoftware mit einem auf der Plattform integrierten Chatbot verwendet.
- Die Gesamtausgabe-PDF wird neu in einem einspaltigen Layout, (weiterhin A4) generiert.
- Zum Bezug von Meldungen per Schnittstelle muss ein API-Key angefordert werden.
Änderungen für publizierende Stellen
- Neu haben auch publizierende Stellen einen eigenen Auftritt, können Meldungsvorlagen anlegen.
- Die Verrechnung der Publikationsgebühren (an die publizierenden Stellen) erfolgt aus-schliesslich elektronisch (PDF-Versand per Mail oder eBill).
- Bestehende publizierende Stellen und Benutzer werden nicht ab der heutigen Plattform übernommen. Ein Benutzer muss sich mit einem AGOV-Profil anmelden und eine neue publizierende Stellen einrichten.
Technische Neuerungen
- Die Plattform basiert auf Frameworks wie Java Spring Boot und Angular. Sie ist als Open Source unter der GPL 3.0 auf GitHub verfügbar, was Nutzung, Änderung und Weitergabe unter gleicher Lizenz erlaubt.
- Die Lösung wird in der AWS-Region Zürich betrieben, wodurch alle Daten in der Schweiz verbleiben. Es werden zentrale AWS-Services wie beispielsweise S3, MongoDB Atlas oder Cognito genutzt.
- Die Architektur ist so gestaltet, dass bei steigendem Risiko eines US-Zugriffs (Lawful Access) eine Migration in eine rein schweizerische Cloud mit überschaubarem Aufwand möglich ist.
- Durch die lose gekoppelte Architektur arbeiten Systemkomponenten weitgehend unabhängig. Änderungen oder Migrationen einzelner Teile sind mit minimalem Aufwand möglich, wodurch Abhängigkeiten von Anbietern (Lock-in-Effekte) reduziert werden.